Winternelis

Von Meye, 2. März 2014
Kurzbeschreibung
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Colomas Winterbutterbirne, Bonne de Malines, Nelis d`Hiver, Colmar Nelis, Thouin, La Bonne Malinoise
Reifezeit
Ende November bis Anfang Januar
Herkunft
Die Sorte wurde von Jean Charles Nelis in Mecheln gezogen und von Graf Coloma verbreitet, deshalb auch das Synonym Colomas Winterbutterbirne. Sie wurde bereits bei der Versammlung Deutscher Pomologen 1857 in Gotha zum Anbau empfohlen.
Verbreitung
Früher wohl im Liebhaberanbau verbreitet, heute wohl eher selten.
Frucht
Klein, stumpfkreiselförmig, ziemlich rund und regelmäßig, zum Stiel eingezogen, Stiel 20 - 30 mm lang, holzig, eingesteckt, teilweise von leichtem Fleischwulst zur Seite gedrängt. Kelchgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit, Kelch klein offen, Blätter meist abgebrochen, hornartig hochstehend aber auch aufliegend, am Grund verwachsen. Frucht fast komplett von derben Rost überzogen, auf dem auch noch ein kräftiges Rostnetz liegen kann. Achse leicht offen, Kammern ohne Nase, Kelchhöhle flach schüsselförmig, Röhre sehr dünn. Fleisch fast schmelzend, süß, würzig, manchmal etwas herb.
Baum
Eher schwachwüchsig mit dünnen Trieben, bildet eher breite Kronen.
Verwechsler
Josephine von Mecheln, Madame Verte
Anbaueignung
Hervorragende Wintertafelbirnensorte, die auch in Norddeutschland ausreift, durch den schwachen Wuchs aber eher nicht für Streuobst sondern nur für den Liebhaber geeignet. Die Sorte muss in jedem Fall regelmäßig verjüngt werden, damit sie nicht vergreist. In den USA ist sie eine wichtige Winterstandardsorte im Erwerbsanbau, sie ist ausgesprochen feuerbrandfest.
Winternelis
Kurzbeschreibung vollständig?
ja
Basisdaten
Obstart
Birne
Pflückreife
Oktober
Genussreife
Dezember
Januar
Standortansprüche
Standortansprüche
Laut der Literatur soll die Sorte ungeeignet für kalte und Nasse Standorte sein, dort soll sie schorfempfindlich sein, außerdem die Früchte nicht richtig ausreifen.
Anbaubewertung
Anbaueignung
Wohl eher etwas für den Liebhaber der für den nötigen Schnitt und Düngung sorgt.
Anbaueignung
braucht besondere Bedingungen
Anbauempfehlung
Liebhaber
Verwendung der Früchte
Frischverzehr
Ertragsverhalten
Ertragsverhalten
Trägt regelmäßig.
Literatur
Beilage der Zeitschrift "Nach der Arbeit" Wien 1935 - 1956 Tafel Nr.: 248
Deutschlands Obstsorten 4te Lieferung
Hartmann, W. und Fritz, E. Farbatlas Alte Obstsorten 3. Auflage 2008
Illustriertes Handbuch der Obstkunde Hrsg E. Lucas, J. G. C. Oberdieck, F. Jahn Bd 2 Birnen Stuttgart 1860 Nr. 252
Kessler, H. Birnensorten der Schweiz Bern 1948
Koloc, R.: Wir zeigen Birnensorten Radebeul 1964
Petzold, H. Birnensorten Melsungen 1989 Farbabbildung