Paafenapfel

Von Bann, 7. April 2015
Kurzbeschreibung
Reifezeit
Die Pflückreife liegt etwa Anfang bis Mitte Oktober. Verwendbar sind die Früchte bis etwa Januar, wobei sie nach Weihnachten mürbe und trocken werden.
Herkunft
Die Herkunft dieser nur im südlichen Teil des Bergischen Landes vorkommenden Sorte ist unklar.
Verbreitung
Sie ist heute namentlich noch bekannt in den Gemeinden Morsbach, Reichshof, Nümbrecht, Waldbröl (Oberbergischer Kreis). Es sind jedoch heute nur noch wenige Bäume dieser Sorte anzutreffen. Von Baumschulen wird die Sorte bereits seit vielen Jahrzehnten nicht mehr angeboten.
Frucht
Frucht typisch klein, hochgebaut kegelförmig. Im Querschnitt kantig, deutliche Kanten über die ganze Frucht. Grundfarbe trüb gelblich grün, in der Reife grünlich gelb. Deckfarbe bräunlich rot bis dunkelrot, verwaschen streifig, auf einem Drittel bis fast der gesamten Frucht. Kelchgrube mitteltief, auch tief, eng bis mittelweit, Seiten steil abfallend, faltig, von wulstigen Höckern umgeben, die als Kanten über die gesamte Frucht laufen. Kelchhöhle typisch becherförmig, relativ groß. Stempel im Ansatz z. T. fleischig. Kernhaus mittelgroß, eher stielnah, Kernhauswände rucksackförmig (bis bohnenförmig), glatt, nur vereinzelt gerissen; Achsenhöhle schwach geöffnet. Kerne mittelgroß, variabel länglich oder rundlicher, stumpf oder scharf gespitzt, 8 : 4,5 mm (bis 8,5-9 : 4 mm), kastanienbraun, z.T. mit Fleischanhaftungen Fruchtfleisch -Fruchtfleisch grünlich-gelblich-weiß, fest, mäßig saftig, etwas aromatisch, nach längerer Lagerung mürbe werdend.
Baum
Der Baum des Paafenapfels wächst in dem lokalen Verbreitungsgebiet der Sorte gesund, ist robust gegen Schorf und Krebs und stellt insgesamt wenig Ansprüche an Boden und Klima. Die Sorte kommt mittelfrüh in den Ertrag, der Ertrag ist relativ regelmäßig, mit stärkeren und schwächeren Ernten im Wechsel. Am jungen Baum sind die Früchte mittelgroß, im Alter und bei geringer Schnittpflege neigt die Sorte jedoch zur Kleinfrüchtigkeit. Die Früchte hängen relativ windfest. Der Baum wächst mittelstark, aufrecht, bildet eine nur mittelgroße Krone. Das Blatt ist typisch klein, die Blüte zeitigt mittelfrüh. Als diploide Sorte dürfte der Paafenapfel auch ein guter Pollenspender bzw. Befruchter für andere Sorten sein.
Verwechsler
Keuleman, Strauwaldts Parmäne, Roter Keuleman
Bildautor: Hans-Joachim Bannier
Kurzbeschreibung vollständig?
ja
Basisdaten
Obstart
Apfel
Pflückreife
Oktober
Genussreife
Oktober
Januar
Abbildungen
Baum im Laub
Bildautor: Olaf Schiever
Anbaubewertung
Anbaubewertung
Der Baum des Paafenapfels wächst in dem lokalen Verbreitungsgebiet der Sorte gesund, ist robust gegen Schorf und Krebs und stellt insgesamt wenig Ansprüche an Boden und Klima. Die Sorte kommt mittelfrüh in den Ertrag, der Ertrag ist relativ regelmäßig, mit stärkeren und schwächeren Ernten im Wechsel. Am jungen Baum sind die Früchte mittelgroß, im Alter und bei geringer Schnittpflege neigt die Sorte jedoch zur Kleinfrüchtigkeit. Die Früchte hängen relativ windfest.
Verwendung der Früchte
Kochen/Braten
Saft/Süßmost
Kennzeichnung (Spende o. ä.)
LVR-Netzwerk Umwelt/Biologische Stationen Rheinland